ZEITFENSTER - Blog - Schwarzer Kamin e.V.

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ZEITFENSTER

Herausgegeben von in Elbsandsteingebirge ·
ZEITFENSTER



Es gibt Momente, die dürfen nicht verpasst werden. Jetzt scheint so ein Zeitpunkt gekommen zu sein. Im Bahratal stehen seit zwei Wochen Schilder, die das Betreten des Waldes verbieten. Für uns ist es das Signal, anders als bisher aktiv zu werden.
Seit fast zwanzig Jahren bouldern wir aktiv in diesem Gebiet. Wir haben Linien entdeckt und Boulder erstbegangen. Letztes Jahr fiel die Entscheidung einen Führer herauszugeben. Die Informationen von unserer Internetseite wurden häufig nachgefragt und wir wollten das Bouldern im Bahratal zugänglicher machen. Wir taten und tun dies vor allem aus Freude an der Sache.
Nun stehen die Verbote unübersehbar im Wald und wir müssen als Boulderer Farbe bekennen! Es verlangt, dass wir uns deutlich Positionieren, damit nicht auch noch der bestehende Status Quo verloren geht. Das heisst aber auch, wir müssen uns organisieren. Eigentlich wollten wir das nicht. Aber Zeiten ändern sich und wir haben Visionen. Also fiel die Entscheidung, in einem offizielleren Rahmen zu agieren. Dazu werden wir mit unserem 2011 gegründeten Verein Schwarzer Kamin öffentlicher auftreten und ihn an die Gulag-Plattform anbinden.
Auf dem virtuellen Ableger findet Ihr ab sofort unter dem Punkt „Aktuelles“, was strategisch wie organisatorisch für das Bahratal von Bedeutung ist: von Gebietssperrungen über Waldbrandstufen bis hin zu Infos über behördliche Vorgänge.
Aber wir wollen noch mehr. Wir wollen das Bouldern im Elbsandstein zu einer wahrnehmbaren Bewegung machen, eine Front bilden. Wir wollen den regionalen Klettersport weiterentwickeln, indem wir ihn ideell wie finanziell fördern. Die Kletterkultur im Elbsandstein ist für uns nur denk- und lebbar mit einer Anpassung an internationale Standards. Dazu gehört auch Talente fördern und Klettergeschichte bewahren.
Was heisst das für die Zukunft? Was heisst das Praktisch? Wir setzten uns für die Legalität des Boulderns im Elbsandstein ein und dafür, dass wir alle diesen Sport weiterhin ausüben können. Um das zu erreichen, möchten wir weder jemanden gängeln noch uns als moralische Instanz aufschwingen. Aber auf Eure Unterstützung sind wir angewiesen – nicht zuletzt in quantitativer Hinsicht – und wir wollen, dass der Schwarze Kamin als Klub dafür die Basis wird. Uns geht es um die Zukunft des Klettersports im Elbsandsteingebirge.


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